Eine Hand dreht an dem Heizungsregler

Energiespartipps

Gut für Umwelt und Portemonnaie: Tipps zum Energie sparen

Im täglichen Leben wird eine Menge Energie benötigt. Doch gerade in den eigenen vier Wänden können Sie mit einfachen Mitteln viel erreichen. Wenn Sie sich im Haushalt die ein oder andere nützliche Gewohnheit aneignen, können Sie Tag für Tag verlässlich Geld sparen. Und gleichzeitig leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Effizient heizen – effektiv sparen

Wenn Sie Ihren Energieverbrauch langfristig reduzieren möchten, spielt die richtige Art zu heizen eine wichtige Rolle. Mehr als zwei Drittel des Endenergieverbrauchs privater Haushalte entsteht durch das Heizen. Deshalb gibt es hier ein besonders hohes Einsparpotenzial.

Frische Luft ist nicht nur wichtig und gesund, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihre Nebenkostenabrechnung aus. Dabei ist es essenziell, die Dauer des Lüftens an die aktuelle Jahreszeit und die Außentemperatur anzupassen: Während Sie im Hochsommer problemlos eine halbe Stunde lang lüften können, sollten Sie im Winter pro Lüftungsvorgang nur etwa fünf Minuten einplanen, sodass nicht zu viel Wärme entweicht. Während des Stoßlüftens sollte die Heizung gedrosselt werden. Beim Querlüften, bei dem gegenüberliegende Fenster geöffnet werden, beschleunigt der Durchzug den Luftwechsel zusätzlich.

Sollten sich fälschlicherweise die Heizkörper in Ihrer Wohnung auffallend unterschiedlich schnell erwärmen, sollte die Einstellung Ihres Heizsystems noch einmal unter die Lupe genommen werden. Abhilfe schafft ein hydraulischer Abgleich: Er sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme in Ihrem Zuhause. Dabei wird die Heißwassermenge, die durch die Heizkörper fließt, optimal eingestellt. Dadurch fließt nur noch so viel Wasser in die einzelnen Räume wie benötigt – unnötige Verluste werden vermieden.

Wenn Sie einzelne Räume weniger nutzen, sollten Sie diese nicht unnötig aufheizen. Doch Vorsicht – das kurzfristige Ausschalten kann sich aus Energiesicht sogar negativ auswirken. Dreht man die Heizung beispielsweise während der Arbeitszeit für einige Stunden herunter, kühlen die Wände ab. Das Wiederaufheizen verbraucht dann mehr Energie als das durchgehende Heizen des Raums. Dagegen sollten Sie bei längerer Abwesenheit, wie einem zweiwöchigen Urlaub, die Heizung herunterdrehen. Allerdings sollte kein Raum unter 14 °C abkühlen. Denn dann steigt die Schimmelgefahr, wenn Luftfeuchtigkeit an den Wänden kondensiert.

Darüber hinaus sollten Sie Ihre Heizkörper regelmäßig reinigen und entstauben. Diese sollten auch nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden, sodass die Luft zirkulieren kann. Zudem ist es ratsam, den Heizkörper in regelmäßigen Abständen zu entlüften.

Fokus: Küche

Ob Kühlen, Kochen oder Backen: Sie können in der Küche in puncto Energieverbrauch einiges richtig machen, auch wenn dieser viel genutzte Raum ein Energiefresser sein kann.

Ein effizienter Kühlschrank, der nicht direkt neben Herd, Backofen oder Spülmaschine steht, ist die Voraussetzung für energiesparendes Kühlen. Falls Sie sich ein neues Modell anschaffen, empfehlen wir Ihnen, unbedingt auf das Energieeffizienzlabel A+++ zu achten. Wenn Sie etwas in Ihren Kühlschrank stellen – natürlich immer abgedeckt und nach dem Kochen abgekühlt – oder herausholen, sollten Sie die Tür so kurz wie möglich offen lassen. Ebenso sollte die Temperatur im Inneren des Kühlschranks idealerweise 7 °C und im Gefrierfach -18 °C betragen. Optimal ist es, wenn Sie Ihren Kühlschrank zu mindestens zwei Dritteln füllen. Denn Luft ist ein schlechter Wärmeleiter und entweicht bei jedem Öffnen. Achten Sie darauf, Ihren Kühlschrank regelmäßig zu reinigen und das Eisfach ein- bis zweimal jährlich abzutauen.

Benutzen Sie beim Kochen immer Töpfe und Pfannen, deren Größe der des jeweils benutzten Kochfelds entspricht. Mit Deckel werden die Speisen nicht nur schneller warm, es werden auch unnötige Wärmeverluste an die Umgebung verringert. Die Garzeiten sollten je nach Gericht gerade ausreichend lange, grundsätzlich jedoch möglichst kurz ausfallen. Bei längeren Garzeiten bietet sich ein Schnellkochtopf an, der sowohl Energie als auch Zeit spart. Nutzen Sie am Schluss die Restwärme Ihres Herds, indem Sie diesen bereits einige Minute vor Ende der Garzeit ausschalten.

Das berühmte Vorheizen – fast in jedem Rezept zu lesen – ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Dagegen sollten Sie auf Umlufthitze setzen. Außerdem können Sie wie beim Kochen die Restwärme Ihres Ofens nutzen und ihn einige Minuten früher ausschalten. Idealerweise bereiten Sie mehrere Ofengerichte parallel oder hintereinander zu. Um den Garpunkt des Essens zu prüfen, sollten Sie besser den Blick durch statt hinter die Backofenscheibe wählen – denn jedes Öffnen der Tür verbraucht Energie.

Jede einzelne Energiesparmaßnahme mag nur einen kleinen Effekt haben. Aber gemeinsam kommt im Laufe des Jahres eine messbare Ersparnis zusammen. Freuen Sie sich beim Blick auf Ihre nächste Strom- oder Gasrechnung, dass Sie weniger verbrauchen als früher – und damit auch der Umwelt geholfen haben.

Allgemeine Informationen nach dem Energiedienstleistungsgesetz

Im Zusammenhang mit einer effizienteren Energienutzung durch Endkunden wird bei der Bundesstelle für Energieeffizienz eine Liste geführt, in der Energiedienstleister, Anbieter von Energieaudits und Anbieter von Energieeffizienzmaßnahmen aufgeführt sind. Weiterführende Informationen zu der so genannten Anbieterliste und den Anbietern selbst erhalten Sie unter www.bfee-online.de. Sie können sich zudem bei der Deutschen Energieagentur über das Thema Energieeffizienz umfassend informieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.energieeffizienz-online.info.